Das Manifest

Pioniere und Pionierinnen brauchen eine Vision, die sie trägt und dazu bringt, sich mit einer extra Portion Leidenschaft auf den Weg in unbekanntes Terrain zu machen. 

Uns hat dieses drängende Gefühl befallen, dass man bekommt, wenn man für eine Sache brennt und die innere Gewissheit hat, trotz aller Bedenken und Möglichkeiten zu Scheitern, das Abenteuer zu wagen.

Die Gründe dafür haben wir in unserem Manifest festgehalten.

Uns fasziniert Kakao als exotischer Rohstoff, für den wir ein besonderes Bewusstsein schaffen wollen. Das Gefühl für das Exotische des Kakaos scheint verloren gegangen.
Wir alle sehen Schokolade in unseren Supermarktregalen als selbstverständlich an.
Wir möchten den Weg des Kakaos und diejenigen, die daran beteiligt sind, sichtbar machen und den Reichtum an Mythen und Geschichten hinter diesem Rohstoff erzählen.

Uns fasziniert es, mit unserem Projekt ein (kleiner) Player auf einem Weltmarkt zu werden, auf dem es viele Missstände gibt, gegen die man ankämpfen kann. Wir sind erschüttert, dass Kakao häufig unter widrigsten Bedingungen, zum Teil von Kindersklaven, erwirtschaftet wird. Wir finden es problematisch, dass 60 Prozent der Weltproduktion von Kakao in den Händen von drei Konzernen liegen. Kakao wird in mehr als 30 Ländern angebaut und ist mit fünf Millionen Tonnen im Jahr weltweit ein wichtiges Exportgut.
Wir wollen an die Wurzel gehen und es besser und fairer machen.

Uns fasziniert der politische Aspekt hinter ›Cacao de Paz‹ und die Möglichkeit ein sinnstiftendes Produkt auf den Mark zu bringen. Der Initiator des Projektes, Dr. Uwe Meier, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den sozialen und ökologischen Dimensionen der Landwirtschaft und hat an einigen Zertifizierungen mitgewirkt, wie z. B. an den Standards der Rainforest Allianz. Er ist ein ausgewiesener Experte, der nun einen Schritt weiter gehen möchte und sich direkt in Kolumbien auf die Suche nach dem Friedenskakao gemacht hat. Wir freuen uns, dass seine Reisen erfolgreich waren und er, unterstützt durch Vertreter von kolumbianischen Entwicklungshilfeprogrammen, den ›perfekten‹ Kakao gefunden hat: den ›Cacao de Paz‹.

Uns faszinieren Kooperativen, die durch den Anbau von Kakao Frieden schaffen. Kolumbien ist ein von Bürger- und Drogenkrieg gebeuteltes Land. Sowohl Rebellen als auch die Paramilitärs verdienen viel Geld mit dem Drogenhandel und zwingen viele Landwirte dazu ihre Komplizen zu werden. Der Anbau von Koka ist lukrativ, aber auch riskant, und die Bauern geraten schnell zwischen die Fronten. Einige Kooperativen wenden sich vom Koka ab und pflanzen stattdessen Kakao an. Sie wollen nichts mehr mit den bewaffneten Kämpfern beider Seiten zu tun haben, sondern für eine friedliche Zukunft für sich, ihre Familien und ihre Gemeinschaft sorgen.

Uns fasziniert die Möglichkeit, dieses Projekt mit unserem kreativen Know-how zu gestalten. Bei unserem Projekt ›Cacao de Paz‹ schlagen unsere Gestalterherzen so hoch, wie sie nur können. Hier haben wir die Möglichkeit all unsere schöpferische Tatkraft und unser designerisches Know-how einzubringen. Als Kommunikationsdesigner_innen beherrschen wir die komplette Palette an Methoden und Werkzeugen, die es für eine Markenentwicklung, Marketing- und Werbestrategien und Produktentwicklung braucht und als Transformationsdesigner_innen haben wir vielseitige Erfahrungen mit Veränderungsprozessen und Changemangement gesammelt.

Uns fasziniert es, den Kakaogenuss zu schulen und zu zelebrieren. Es hat uns begeistert, als wir entdeckten, dass es in der Welt des Kakaos und der Schokolade eine Feinschmeckersprache gibt. Diese Sprache wollen wir nutzen, um die Achtsamkeit für den Kakao zu schulen und seinen Genuss zu feiern. Wir wollen Rituale und Rezepte neu entwickeln und erforschen: Kakao als Gewürz in der Küche, Kakaoschalen als Dünger im Garten, der Genuss von Trinkschokolade als Moment der Einkehr, Kakaonibs als pures Naschwerk ohne Reue, und ganz besondere Edelschokolade, die zum Innehalten und konzentrierten Schmecken animiert.

Uns fasziniert es, Menschen, die sich in ihrem beruflichen Schaffen mit Herzblut für etwas einbringen, in diesem Projekt zu verbinden. Bei der Suche nach passenden Partnern sind wir zum Beispiel auf diese kleine Schokoladenmanufaktur auf dem Lande vor den Toren der Großstadt gestoßen. Da ist Einer der Schokolade wie vor hundert Jahren herstellt, weil er festgestellt hat, dass der Fortschritt nicht immer dem Produkt oder dem Kunden nützt.

Uns fasziniert es, etwas in Bewegung zu setzen und ein politisch faires Produkt auf den Markt zu bringen. Wir wollen etwas an unserem Konsumverhalten und Wirtschaften verändern. Direkter Handel im kleinen Rahmen kann mehr sein als anonyme Globalisie rung. Alle haben ihren Anteil am Gelingen. Wir wollen die Geschichten aller Beteiligten erzählen und unseren Kunden die Möglichkeit bieten, ein Teil dieser kleinen aber feinen Geschichte zu werden.

Uns fasziniert die Möglichkeit, ein beispielhaftes Produkt auf den Markt zu bringen. In einem Projekt, wie diesem, kann so vieles von dem, was wir gut und wichtig finden, konkret umgesetzt werden. Hier können wir konsequent denken und leben, was wir richtig finden. Und mit einem Fünkchen Übermut kann man sogar davon träumen eine kleine Kakaorevolution anzuzetteln und etwas in den Köpfen und Herzen der Menschen zu bewegen.

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